Dieti bleibt goes Insta

Hallo Menschen, nun ist es endlich soweit… Wir haben jetzt einen aktiven Instagram Account (@dietibleibt). Dort werden wir euch einen Einblick in die Besetzung des Langmattenw√§ldchens geben und euch hoffentlich motivieren mal vorbei zu schauen ūüėČ

Wir freuen uns auf euch!

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Waldspaziergang Sonntags 14 bis ca. 15:30

Treffpunkt ist nicht im Wald sondern an der Stra√üenbahnhaltestelle “Bollerstaudenstrasse” im Rieselfeld.

Es wird viele Infos und Vernetzungsmöglichkeiten geben.
Wir freuen uns auf euch.

Karte:Eine Karte vom DietiLink zur vollständigen Karte mit Zoom

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Positionspapier

Wir sind mittlerweile seit vier Wochen hier und besetzen diesen Wald. Nach vielen Gesprächen untereinander und mit verschiedenen Akteur*innen möchten wir uns nun öffentlich zu einigen Themen positionieren.

Wir sind uns des realpolitischen Spannungsfeldes zwischen der Schaffung von sozialem Wohnraum und dem Erhalt dieses Waldes bewusst, sehen aber die soziale und √∂kologische Krise als untrennbar miteinander verwoben. Aus diesem Grund d√ľrfen √∂kologische Nachhaltigkeitsaspekte und soziale Fragen nicht in Kompromissen gegeneinander ausgespielt werden. Wenn wir bei der Priorisierung unserer lokalen sozialen Probleme weiterhin in Kauf nehmen die Integrit√§t wertvoller intakter √Ėkosysteme zu zerst√∂ren, l√∂sen wir die sozialen Probleme nicht, sondern verlagern sie auf sp√§tere Generationen und √ľber L√§ndergrenzen hinweg.

Wir positionieren uns nicht gegen den Bau des neuen Stadtteils, erkennen den B√ľrger*innenentscheid an und bef√ľrworten die Schaffung sozialen Wohnraums, sehen dies aber nicht in einem Widerspruch zum Erhalt dieser 4,5 Hektar Wald. Unserer Vorstellung nach k√∂nnten die auf der Fl√§che des Waldst√ľcks geplanten Wohneinheiten durch h√∂heren Geschosswohnungsbau in dem neuen Stadtteil oder durch Nachverdichtung in schon bestehenden Stadtteilen geschaffen werden und die Sportpl√§tze auf Fl√§chen verlegt werden, die nicht bewaldet sind. Auch f√ľr die Stra√üenbahnf√ľhrung gibt es alternative Konzepte.

Ein √∂kologisch wertvoller Waldbestand kann nicht durch neu gepflanzte B√§ume ‚Äěausgeglichen‚Äú werden. Nicht die Anzahl der B√§ume ist entscheidend, sondern die Verbundenheit von √Ėkosystemen, die Altersstruktur der B√§ume und die vorhandene Artenvielfalt. Bei dem immensen Kosten- und Planungsaufwand, der betrieben wird, um Dietenbach gegen Hochwasser zu sichern, sollte es bei entsprechender Priorit√§tensetzung auch m√∂glich sein, so zu planen, dass der Wald erhalten bleibt, der eine wichtige Funktion f√ľr Klimaschutz (Mitigation) und Klimaanpassung (Adaption) einnimmt . Die fortschreitende Klimakrise erfordert ein grundlegendes Umdenken unseres Umgangs mit Ressourcen und √Ėkosystemen.

Wir sehen die Schaffung von Sozialwohnraum mit einer Bindung von wenigen Jahrzehnten nicht als L√∂sung f√ľr das Problem, sondern nur als Aufschub, der das Problem an Folgegenerationen vererbt. Daher fordern wir eine immerw√§hrende Sozialbindung. Wir unterst√ľtzen auch die anderen Forderungen des Recht auf Stadt Netzwerks Freiburg (https://www.rechtaufstadt-freiburg.de/blog/2019/02/04/jein-zu-dietenbach/ und https://www.rechtaufstadt-freiburg.de/blog/2019/03/04/dietenbach-dauerhaft-bezahlbaren-wohnraum-erkaempfen/).

Die Rodung der √∂kologisch wertvollen Waldfl√§chen steht in starkem Widerspruch zum Klima- und Artenschutzmanifest des Freiburger Gemeinderates, das mit gro√üer Mehrheit im Jahr 2019 beschlossen wurde. Unter dem letzten Punkt des Manifestes hei√üt es z.B. ‚ÄěDer Gemeinderat der Stadt Freiburg‚Ķappelliert an die B√ľrgerschaft Freiburgs, ihr Engagement im Klimaschutz und zum Erhalt der biologischen Vielfalt fortzusetzen und im Rahmen ihrer M√∂glichkeiten auszuweiten.‚Äú Mit unserer Aktion wollen wir genau dieser Aufforderung nachkommen und einen aktiven Beitrag f√ľr den Erhalt dieses naturnahen √Ėkosystems mit bis zu 200 Jahre alten B√§umen leisten.

Wir laden alle Menschen ein, mit uns das Gespr√§ch zu suchen und freuen uns √ľber ein m√∂glichst breites Spektrum an Perspektiven. Wir distanzieren uns jedoch klar von rassistischen, sexistischen, ableistischen, homo- und transfeindlichen, klassistischen und anderen diskriminierenden sowie verschw√∂rungserz√§hlerischen Ideologien und gehen keine B√ľndnisse mit Gruppen oder Personen ein, die solche Ideologien verbreiten oder ihnen eine Plattform bieten.

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Dieti Bleibt!

Hallo Freiburg,

Im Zuge der Bebauung des Dietenbachareals ist die Rodung von ca. 5 ha Waldfl√§che geplant, obwohl im Vorfeld des B√ľrger*innenentscheids seitens der Projektleitung zugesichert wurde, dass f√ľr den Stadtteil Dietenbach kein einziger Baum gef√§llt werden muss.

Deshalb haben wir das Langmattenwäldchen im Rieselfeld besetzt.

Die Rodung der 5ha √∂kologisch wertvollen Waldfl√§chen steht in starkem Widerspruch zum Klimamanifest des Freiburger Gemeinderates, der mit gro√üer Mehrheit im Jahr 2019 beschlossen wurde. Unter dem letzten Punkt des Manifestes hei√üt es z.B. ‚ÄěDer Gemeinderat der Stadt Freiburg‚Ķappelliert an die B√ľrgerschaft Freiburgs, ihr Engagement im Klimaschutz und zum Erhalt der biologischen Vielfalt fortzusetzen und im Rahmen ihrer M√∂glichkeiten auszuweiten.‚Äú

Mit unserer Aktion wollen wir genau dieser Aufforderung nachkommen und einen aktiven Beitrag f√ľr den Erhalt dieses naturnahen √Ėkosystems mit bis zu 200 Jahre alten Eschen leisten.

Diese sind in Europa vom Aussterben bedroht und bieten ca. 50 Vogelarten, zahlreichen gesch√ľtzten Flederm√§usen und z.B. dem bedrohten Hirschk√§fer einen wichtigen R√ľckzugsraum, von denen viele auf Eschenw√§lder angewiesen sind.

Zudem hat ein Waldsaum im st√§dtischen Raum einen wichtigen K√ľhleffekt und ist Naherholungsgebiet f√ľr die Anwohnenden.

Wir finden, dass dieser Waldsaum in Zeiten von Klimakatastrophe und Trockenheit unter keinen Umständen gerodet werden darf.

Wir erhoffen uns mit der Besetzung einen Raum f√ľr Austausch und Vernetzung zu schaffen, und einen breiten gesellschaftlichen Diskurs √ľber das Bauvorhaben Dietenbach mit seinen sozialen und √∂kologischen Aspekten anzuregen.

Deshalb möchten wir euch einladen mit uns die Debatte zu gestalten, und eure Themenschwerpunkte und Anliegen mit einzubringen.

Aktuell arbeiten wir an einem Offenen Brief an die Stadt. Wenn ihr daran mitschreiben oder unterzeichnen wollt, meldet euch gerne bei uns.

Am Sonntag folgt dann der Offene Brief mit näheren Infos zu unseren Forderungen.

Daf√ľr seid ihr eingeladen, dieses Wochenende f√ľr Diskussionen, Skillshares und Vernetzung in den Wald zu kommen. Falls ihr Programmpunkte (mit)gestalten wollt, gibt es dazu auch kurzfristig die M√∂glichkeit.

Falls wir diese vorab ank√ľndigen sollen, schreibt uns gerne.

Generell laden wir alle Menschen ein, sich dem Schutz des Waldes anzuschließen und sich mit vielfältigen Aktionen gegen die Abholzung unserer Wälder einzusetzen. Mit unserer Aktion reihen wir uns in die Klimagerechtigkeitsbewegung ein, die herrschende Systeme kritisch hinterfragt und eine soziale und ökologische Transformation anstrebt.

Kontakt

Love & Rage
ein paar Menschis aus dem Dieti

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